WHO THE HELL

IS HEIDI?


 PREMIERE

24. OKTOBER 2017


Eine theatralisch-musikalische Identitätssuche. Kein Heimatabend!

An was denkst du zuerst, wenn du an Heimat denkst?
– An den Garten meiner Großmutter.
– An Meer und Musik.
– An Angst.

 

Was ist typisch Schweiz, was eine typische Schweizerin? Und was macht eine typische Finnin, Ungarin, Syrerin aus? Wir haben Bilder im Kopf, Vorstellungen davon, was ein Land und seine BewohnerInnen erkennbar macht und von anderen unterscheidet. Wieviel Wahrheit enthalten diese Klischees? Wozu dienen sie? Und wie sehen diejenigen sich selbst, von denen wir zu wissen glauben, wer sie sind? Wie gut muss man einander kennen, bis sich die Zuschreibungen als unbrauchbar oder überflüssig erweisen?

 

Der Mythos von der kulturellen Identität hat Hochkonjunktur, und nicht selten geht es dabei nicht um ein vertieftes Verständnis des Anderen, sondern um Ausgrenzung.

 

Identität gründet auf Werten, die man in sich trägt, seien sie anerzogen, durch Bildung geprägt, durch die Arbeitswelt, den Freundeskreis. Diese Werte gilt es zu stabilisieren, besonders in instabilen Zeiten. Identitäten, so die Philosophin und Publizistin Carolin Emcke, seien aber auch „konstruiert, zugewiesen, zugeschrieben (…), gekoppelt an Ressentiments, an Unwissenheit, an Überzeugung und diese werden zitiert und weitergereicht.“

 

Im aktuellen Theater-Projekt des MAXIM Theaters richten 6 Frauen unterschiedlicher Herkunft den Blick auf die Vorurteile, die ihnen entgegengebracht werden und auf diejenigen, die sie selber in sich tragen.

 

...Es gehört zu den wahrlich schwierigen Aufgaben, sein mühevoll errichtetes Wertegerüst in Zweifel zu ziehen... Sich also zu fragen, welche Umstände meinen Blick auf die Kultur im eigenen Land prägen, bedeutet nichts anderes, als ein Stück weit von sich selbst abzusehen. Und dieses Stück, dieser erste Schritt ist entscheidend. Mit ihm sind freilich keine Terroranschläge zu verhindern und auch keine rechtsextremistischen Bewegungen zu stoppen. Aber immerhin: Wer den Blick auf sich selbst richtet und nach seiner eigenen Bedingtheit fragt, führt dem Mythos von der kulturellen Identität keine weitere Nahrung zu.“ Daniel Hornuff, in: "Der Mythos von der kulturellen Identität."

REGIE: JASMINE HOCH

 

DRAMATURGIE: 

CHRISTINE BESIER

 

MUSIKALISCHE LEITUNG:

MARTIN GANTENBEIN

SPIEL:

OULA ABDO, RÉKA KOKAI, GABI MENGEL, SALLA RUPPA, EDITA SKALIC, SUSAN WOHLGEMUTH

 

FOTOS: DOMINIK MEIER


WEITER DATEN IN ZÜRICH:

14.DEZ 2017 AUSVERKAUFT

12./13. APRIL 2018

 

TOURNEE

1./2. MÄRZ 2018  BASEL

10. MÄRZ 2018  ZUG

21. MÄRZ 2018  ST.GALLEN

26.728. APRIL 2018 BERN

 

TICKETRESERVATION:

077 441 62 89 buero@maximtheater.ch

 

EINTRITT:

25.-/15.- ermässigt

 

WHO THE HELL IS HEIDI?  wird unterstützt von:

Fachstelle Kultur - Kanton Zürich

Landis & Gyr Stiftung

Migros Kulturprozent 

Georg und Bertha Schwyzer-Winiker Stiftung

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PRESSESTIMME: PS Zeitung vom 27. Oktober 2017
Heidi_PS_271017.pdf
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