maximtheater

PROGRAMM IM SEPTEMBER 2016 // »MAXIM WIRD GEHÖRT«

 

Wir bringen das MAXIM zum Klingen! Wir fragen nach dem, was Menschen vorwärts treibt, sie Neues wagen und Bedrückendes ertragen lässt: Hoffnungen, Träume, Zukünfte. Jede Gesellschaft, die in die Zukunft denkt und sich Neuem nicht verschliesst, braucht eine Kultur der Hoffnung und der Utopien. Im Zentrum steht die Produktion einer Radiosendung, die in Zusammenarbeit mit der Radioschule klipp+klang entstanden ist und auf Radio LoRa ausgestrahlt wird. Mit dem Mikrofon in der Hand wurden zukunftsweisende Geschichten und Visionen gesammelt, die die Herausforderungen der Gegenwart reflektieren und die HörerInnen  (auch) zum Träumen einladen. Hörlounges, Musik, Konzerte, Workshops und ein Film laden zum Hinschauen und Hinhören, Musizieren, Experimentieren, Singen und Tanzen ein.

 

 

 

FR     23.9.    20.00    FREITAGS-HÖRLOUNGE 2 // sonOhr Festival

Träume, Hoffnung, Zukunft aus dem Programm des sonOhr Festivals. Präsentiert und moderiert von sonOhr Festival.
Das sonOhr Festival veranstaltet seit sechs Jahren ein Festival für Hörspiele, Feature, Reportagen und Audiokunst. Mit einer thematischen Auswahl von Hörstücken aus den Programmen vergangener Festivals ist sonOhr erstmals in Zürich zu Gast und lädt zum gemeinsamen Hören und Diskutieren ein: 
EISZEIT Hörspiel von Martin R. Dean und Sabine Grimkowski, 38 min. Fiasko im Jahr 2033: Der Kanton Aargau steht unter Wasser, die wichtigsten Persönlichkeiten sind vorübergehend eingefroren, die letzte Hoffnung: Eine neuartige Verdunstungsmaschine.
LA NÜVLA DA PRA DAVANT Feature von Martin Bezzola, 44 min. Ein paar Dialas solle es in Graubünden noch geben. Doch sie leben gut versteckt, nicht zuletzt, weil sich die Menschen oft zu nahe an sie herangewagt hatten. www.sonohr.ch

Eintritt frei /  MAXIM THEATER, Ausstellungsstrasse 100, 8005 Zürich

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SA    17.9.    13.00-14.30    FUTURE ON AIR // Live aus dem MAXIM & on air auf Radio LORA, 97,5 MHz

MI 28.9.       19.15-19.50    FUTURE ON AIR // Live aus dem Studio & on air auf Radio LORA, 97,5 MHz

Wie tönt die Zukunft? Was haben uns die Menschen von 2033 zu sagen? Die Radiogruppe des MAXIM hat genau hinge-hört und mit dem Mikrofon in der Hand Ideen, Zukunftsträume und –ängste und bunte Utopien gesammelt. Ihre Radio-sendung nimmt die HörerInnen mit auf eine Zukunftsreise, die zum Träumen und Hinterfragen animiert.
„Ich habe einen Traum!“ (Martin Luther King) In seiner berühmten Rede, die er 1963 hielt, beschreibt King die Hoffnung auf Gleichstellung aller Menschen, die Hoffnung auf eine Welt ohne Rassendiskriminierung und auf eine Welt, die von Freiheit und Gerechtigkeit geprägt ist. Es ist ein Traum, eine Vision, dass sich Toleranz durchsetzt und die Vernunft siegt über Hass und Gewalt. Der Traum vom Ende des Hassens. „Ich habe einen Traum!“ Der Wunsch, den fast alle Menschen miteinander teilen, ist in Frieden leben zu können, genügend zu essen, ein Dach über dem Kopf zu haben; ein Traum einiger ist, ein abenteuerliches, ein interessantes Leben zu führen; der Traum weniger ist, die Welt verändern zu wollen. Wo müsste man ansetzen, um Visionen für eine gerechtere Welt zu entwickeln? Wir sind nicht zu einer ungewollten Zukunft verdammt. „Solange wir Träume haben, leben wir. Solange wir leben, geben uns Träume Hoffnung. Solange es Hoffnung gibt, haben wir keine Angst vor der Zukunft. Die Zukunft liegt in unseren Händen“. (Petra Heierhoff)

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FR     30.9.    20.00    MÜLLER TRIFFT KRASNIQI! – der Film (Dok. 40‘, Zürich und Pristina, 2015/2016

2 Städte – Kurzfilme – 2 Performances: 25 junge Menschen aus Zürich und aus Pristina haben sich hier und dort getroffen.

Über 1 Jahr lang haben sich die Jugendlichen mit Vorurteilen auseinander gesetzt und über „Filmbotschaften" miteinander kommuniziert. Im Herbst 2015 traf Müller dann wirklich auf Krasniqi - sie besuchten sich gegenseitig in Pristina (Oktober) und in Zürich (November).
Die Film-Dokumentation „Müller trifft Krasniqi“ lässt die kreative Arbeit der Jugendlichen nochmals aufleben, trägt die Idee weiter und erzählt über Zukunfsttäume.

Kamera: Johannes Bachmann, Pascal Reinmann, Christina Ruloff
Schnitt: Laila Gutknecht

Eintritt frei /  MAXIM THEATER, Ausstellungsstrasse 100, 8005 Zürich


PROGRAMM IM OKTOBER 2016

Angst ist eines der großen Themen unserer Tage – Angst vor Terror, Gewalt, vor dem ‚Fremden’ schlechthin. Was ist es, was ‚besorgte Bürger’ so ängstigt? Terror, die sich häufenden rassistisch motivierten Gewalttaten, die Angst vor ‚Überfremdung’, ausgelöst durch die große Zahl von Flüchtenden und Migranten? Ist es deren Anspruch, über ihr Leben ebenso frei zu entscheiden, wie es für die meisten in der westlichen Welt  selbstverständlich ist? Sind es die Folgen dieses Anspruchs für Besitzstände und Kulturstandards? Das Medea-Projekt wirft ein Licht auf dieses Themenfeld aus umgekehrter Perspektive: Einer Migrantin wird der Mord an ihren Kindern vorgeworfen. Bestätigt sich der Verdacht, oder sind es Ressentiments, die den Verdacht auf die ‚Ausländerin’ richten? Seit 2400 Jahren verhandelt der Medea-Mythos die Geschichte einer Frau, die ihrem Geliebten folgt in ein fremdes Land und als Ausgestoßene endet.

11.10. DIE FREMDE - ein Medea Projekt

Premiere am 11. Oktober um 20.00 Uhr im KANZLEI, Kanzleistrasse 16, 8004

Weitere Spieldaten: 12. / 24. / 25. / 26. Oktober um 20.00 Uhr 
KANZLEI, Kanzleistrasse 16, 8004

2. / 3. November um 20 Uhr
ALTE KASERNE, Kanonengasse 16, 8004 Zürich

26. November um 17.30 Uhr im Rahmen des Secondo Festivals im Miller‘s
BISTRO KORNSILO, Mühle Tiefenbrunnen, Seefeldstrasse 231, 8008 Zürich

"Wer ist MEDEA? Die stolze, rachsüchtige und exotische Verführerin? Oder das Opfer von Vorurteilen? Eine Frau, die für Missstände in der Gesellschaft die Verantwortung tragen soll?"

Die Fremde – ein Medea Projekt handelt vom Zusammenleben mit Zugewanderten, von den Problemen des Asylrechts, von der Stellung der Frau. Drei Spielerinnen – sie kommen aus dem Kongo, aus Brasilien und der Schweiz – spüren den Lebensumständen einer Migrantin nach, die der Liebe wegen ins Land gekommen ist, zwei Kinder zur Welt gebracht hat und jetzt als Verlassene dasteht.
DIE FREMDE - ein Medea Projekt sucht nach Antworten. Wer ist Medea heute? Wer ist die Fremde? Zu was ist eine Frau fähig, die ihre Heimat, Familie und Beruf um der Liebe wegen aufgegeben hat und verlassen wird? Was wäre, wenn Medeas Kinder eine Stimme bekommen?

Der Medea-Mythos zählt zu den Stoffen der Weltliteratur, die immer wieder umgeschrieben und neu interpretiert werden. Mal ist Medea die Unabhängige, dann die Rachsüchtige, die Besessene, die Heilerin, das Monster, die exotische Verführerin – aber immer ist sie die Fremde. 

Im Dialog mit einem Chor entsteht – wie im antiken Drama – nicht nur das differenzierte Bild einer Frau, sondern auch das unserer Gesellschaft.

Regie, Text: Jasmine Hoch
Musikalische Leitung: Martin Gantenbein
Dramaturgie: Christine Besier

Medea: Katia Franco Hofacker, Carine Kapinga Grab, Susan Wohlgemuth

Chor: Oula Abdo, Fatoumata Ba, Nestor Falls, Cynthia Garcia, Urbain Guiguemdé (Calebasse), Joyce Kalumba, Birgit Kohler, Helka Mäki, Gabi Mengels, Shewit Mengs, Zully Jineth Raschle, Ana Rodriguez, Mercedes Schweizer, André Silva, Arthur Sobrinho (Keyboard), Edita Skalic

Ticketvorverkauf: buero@maximtheater.ch oder 077 441 62 89 sowie an der Abendkasse

25.— / 15. — ermässigt

Eine MAXIM THEATER Produktion

 


FR 21. Oktober 20.00 ALATI // Performance & Diskussion

Ein kurzes Stück zu Fragen der Identität, Integration und Desintegration getragen vom Bedürfnis nach Akzeptanz und Respekt für Unterschiede und Andersartigkeit.

Leitung: Eleni Mylona
Performerinnen: Annekatrin Becher, Ana Otero, Natalia Paxinou
Video: Anna Fischer

Anschliessend Diskussion und ein Versuch offene Fragen zu klären.

Leitung: Evangelos Tsempelis (Psychoanalytischer Berater, Stillpoint Zürich)

Eintritt frei / Solidaritätspreis 10.--

ALATI wurde im Juni 2016 in der Roten Fabrik im Rahmen von „The Art of Integration“ gezeigt: Eine Koproduktion der Griechischen Gemeinde Zürich und dem Konzeptbüro der Roten Fabrik.


 

 

28. Oktober um 20 Uhr CHIMAMANDA  UND DARÜBER HINAUS // BlaSh liest im Rahmen von «Zürich liest'16»

BlackShe liest kurze eigene Texte und Texte ihrer Lieblingsautorinnen, die für sie als Schwarze Frauen in einer mehrheitlich weiss geprägten Welt bedeutsam sind. Präsentiert werden verschiedene belletristische Texte und Gedichte von Schwarzen Frauen aus der Diaspora mit Schwerpunkt auf Europa.

Eine Frau, die vor Angst, ihr Ärger könnte Wut zum Ausbruch bringen, gelähmt ist. Die Schönheit Afrikas, die nicht ihre ist, aber der sie sich zugehörig fühlt. Das Mädchen, das blauäugige weisse Puppen zerstört. Die Frau mit den Cheerleader-Beinen, die dem Tode überlassen wird. Und die ganzen Fragen...? Die haben sie alle schon lange beantwortet...!

BlackShe liest kurze Texte unter anderen von: Chimamanda Ngozi Adichie, May Ayim, Nikky Finney,
Luzia Gomes, Zora Neale Hurston, Lala Lima, Audre Lorde, Toni Morrision, Peggy Piesche, Jazzmin Tutum

Spontane Text Lesungen von BlackShe’s sind willkommen

BlackShe in Kooperation mit der Buchhandlung im Volkshaus und dem MAXIM Theater

Eintritt frei / Kollekte

MAXIM THEATER, Ausstellungsstrasse 100, 8005 Zürich