MITTELMEER MONOLOGUE

DAS STERBEN AUF DEM MITTELMEER. DIE GESCHEHNISSE AN DEN EUROPÄISCHEN AUSSENGRENZEN. ALLES EIN ABSTRAKTES POLITISCHES GESCHEHEN IN WEITER FERNE?

Die «Mittelmeer-Monologe» erzählen von Naomie aus Kamerun und Yassin aus Libyen, von politischem Widerstand, von einem Boot auf dem Weg nach Europa, von brutalen Küstenwachen, zweifelhaften Seenotrettungsstellen. Und von Aktivist*innen, die dem Sterben auf dem Mittelmeer etwas entgegensetzen. Sie tun das, was nicht mehr selbstverständlich ist: Sie retten menschliches Leben. Wie wir momentan in Afghanistan sehen, leben Menschen zurzeit in hilflosem Terrorzustand. Viele werden gezwungen sein ihre Heimat zu verlassen. Seit 1993 sind mehr als 44‘000 Menschen beim Versuch nach Europa zu flüchten gestorben. Die «Mittelmeer-Monologe» sind dokumentarisches, wortgetreues Theater, basierend auf mehrstündigen Interviews. Reale Fälle der Seenotrettung werden rekonstruiert und aus der Perspektive von Betroffenen und Aktivist*innen erzählt.
Mit freundlicher Unterstützung von: Watch The Med/Alarmphone; Kanton Zürich, Fachstelle Kultur; Migros Kulturprozent; Offener St.Jakob; Reformierte Kirchen Bern-Jura-Solothurn; Seebrücke Deutschland; Solinetz Luzern und Profitreff Zürich.

Autor und Regie: Michael Ruf, Wort&Herzschlag, Berlin. Produktion: MAXIM Theater, Zürich

Mit: Rowan Blockey, Sofia Borsani, Aaron Defant, Giulio Tanasini, Luisa Wolf

kommende Aufführung:

19. August. 2022

20:30 - 22:00 Uhr

Klosterbühne, Fischmarkt 3,

8260 Stein am Rhein

 

Reservation: 

https://ticketshop.nordart.ch/





TRILOGIE DER DEKONSTRUKTION VON RASSISMUS & DISKRIMINIERUNG

 

In Zeiten in welchen bei Kunst- und Kulturinstitutionen viel von Diversität, Inklusivität, Awareness und Zugänglichkeit gesprochen wird, spiegelt und kritisiert das MAXIM Theater mit der TRILOGIE DER DEKONSTRUKTION VON RASSISMUS & DISKRIMINIERUNG die tatsächlich herrschende Praxis. Fokus ist auch die Institution MAXIM Theater selbst - Institutional critique wird damit zur künstlerischen Praxis erklärt. Es entstanden drei Kurzstücke in unterschiedlichen künstlerischen, performativen und diskursiven Formaten, inszeniert von drei Regieteams – eine TRILOGIE. Ein Theaterabend, der in drei mal 30 Minuten unter der Leitung von Deborah Macauley/Kapi Kapinga, Mbene Mwambene und Monika Truong zusammen mit ihren Spieler*innen geteilte Erfahrungen verarbeitet, von Verletzungen, Gatekeeping, Macht und Gewaltstrukturen und internalisierten Mustern erzählt. Ihre Herangehensweise bei der künstlerischen Stückerarbeitung ist ein Gegenentwurf der sonstigen Theaterpraxis und versucht den aktuellen Parolen tatsächlich gerecht zu werden.

 

MAXIM BRANDNEU?

Theaterpädagogische Begleitung Deborah Macauley Expertin in Begleitung Kapi Kapinga Spieler*innen Ronan Khalid Ahmad, Gabi Mengel, Franziska Blickle (Projektion)

 

SHINE LIKE A DIAMOND!

Regie Monika Truong Spieler*innen Lilith Khaleian, Marileide Oliveira, Amowie Oreoghene

 

WARUM BIST DU HIER?

Theatre Director Mbene Mwambene Spieler*innen David Bellot Gonzalez, Agatha Gachnang, Gabi Mengel, Solange Pawou Molu, Maryury Saldana Suarez

 

Dramaturgie und Regieassistenz Christin Högsberg Pinciuc und Sarah Tenzin Choeying Santamaria Szenografie Prisca Grandi Produktionsleitung Claudia Flütsch Produktionsassistenz Anina Müller Ton / Licht Yahya Hazrouka Grafik Joëlle Kim

 

Interview mit Claudia Flütsch beim Radio Lora

Fotos: Andre Krysl

Nächste Vorstellungen:

20, 22 und 23. Sept. 2022

20:00 Uhr

Spielort: MAXIM Theater, Ernastrasse 20, 8004 Zürich

Eintritt: 25.- / 15.-
Reservationen: buero@maximtheater.ch / 077 441 62 89



ZWISCHENRÄUME ZUR TRILOGIE 


INTERN


Im Oktober 2021 startete im MAXIM Theater das neue Programm zum Thema DEKONSTRUKTION VON RASSISMUS & DISKRIMINIERUNG. Die Anerkennung, dass Reproduktion von Rassismus auch im Jetzt auf struktureller, institutioneller sowie auf individueller Ebene wirkmächtig ist und unsere Gesellschaft von postkolonialen Verhältnissen geprägt ist, nehmen wir als Ausgangspunkt für eine Arbeitsreise der Dekonstruktion von Rassismus und Diskriminierung in den eigenen Rängen. Mit Dialogen, Fragen und künstlerischen Mitteln wollen wir nachhaltig zur Überwindung von Rassismus und Ausgrenzung von Minderheiten beitragen und einen Perspektivenwechsel initiieren. Den Ausgangspunkt bilden selbstkritische Betrachtungen verbunden mit Recherchen, Workshops und Atelierklassen und inhaltliche und künstlerische Auseinandersetzungen auf der Suche nach neuen ästhetischen Ausdrucksformen.

 


THEATRALISCHE TRILOGIE

 

Der künstlerische Prozess entstand parallel zu den Recherchen. Dabei griffen die Teams inhaltlich wie künstlerisch auf eine Materialsammlung. In diesem Prozess entstande ein kreativer Kunst-Raum, der auch Zusammenhänge zwischen künstlerischer Ästhetik und strukturellem Rassismus aufdeckte und Konventionen hinterfragte und nachgefragte, wo verschiedene performative Strategien und Versuchs-anordnungen ausprobiert und/oder neu erfunden werden konnten.

Daraus sind drei kurze Performances, welche im engen Austausch zwischen dem Regie-Team Kapi Kapinga/Deborah Macauley und den Regisseur*innen, Mbene Mwambene und Monika Truong und den beteiligten Künstler*innen und Alltags-Expert*innen entwickelt wurden.

Premiere: 10.05.2022

20:00 Uhr

 

Weiter Vorstellungen:

13 und 14. Mai & 14 und 15. Juni 2022

20:00 Uhr

 

Spielort: MAXIM Theater

Ernastrasse 20, 8004 Zürich

Eintritt: 25.- / 15.-
Reservationen:

buero@maximtheater.ch / 077 441 62 89



RECHERCHE

 


In einem ersten Schritt haben wir den Fokus auf das Innere des MAXIM gelegt. Mit dem Ansatz «NEW WORK IS INNER WORK» haben wir innerhalb der Organisation einen selbstkritischen Prozess in Gang gesetzt. Ausgehend von Tupoka Ogettes Werk «exit racism» widmeten wir uns unseren eigenen rassistischen Bildern und haben versucht subtile Reproduktionen von Rassismus und Diskriminierungen und deren Wirkungsmechanismen innerhalb des Institution aufzudecken. Mithilfe von Workshops von Aretha Schwarzbach-Apithy und Senfo Tonkam zu Critical Whiteness, Empowerment, Allyship und strukturellem Rassismus sind wir unserem Selbstverständnis und unseren unbewussten Ideen zum Thema «race» einen Schritt näher gekommen und: Dekonstruieren. Im Rahmen öffentlicher Diskussionen werden unterschiedliche Organisationen eingeladen, welche sich mit Rassismus und Diskriminierung in der Schweiz auseinandersetzen. Der darauffolgende Austausch soll den Teilnehmenden Raum bieten, Perspektiven und Erfahrungen auszutauschen, neue Erkenntnisse zu sammeln und einander Fragen zu stellen.


ATELIER II – TANZ & BEWEGUNG

 

Unsere Körperbewegungen sind eine Sprache, die unterschiedliche Erfahrungen von Diskriminierungen und Privilegien widerspiegelt. Welche Reaktionen und Aktionen werden in unseren Körpern dadurch hervorgerufen? wann genau? mit welcher Intensität? in welchem Kontext? Über Tanz & Bewegung und über Improvisationen wurden diese Fragen und Antworten, Aktionen und Reaktionen spielerisch erprobt mit dem Fokus auf einen Austausch vonb Erfahrungen.

 

Die ATELIERKLASSE diente als Vorbereitung für die Theaterproduktionen TRILOGIE DER DEKONSTRUKTION VON RASSISMUS & DISKRIMINIERUNG.

 

Leitung: Bheki Ndlovu (Tänzer und Choreograf)

20. Okt. 2021

08. Feb. 2022

Jeden Donnerstag

um 18.30 Uhr

MAXIM Theater,

Limmatstrasse 47



RESIDENZ

 

Im Rahmen unseres Jahresthema DEKONSTRUKTION VON RASSISMUS & DISKRIMINIERUNG boten wir tagsüber im Zeitraum Oktober bis Dezember 2021 in unserem Proberaum eine Residenz an. Damit stellten wir eine Plattform für self-empowerment und Raum für ästhetische und grenzüberschreitende Praxen zur Verfügung.

 Yevheniya Kravets setzte sich im Stück I DON'T SEE - I DON'T CARE mit rassistischer und queerfeindlicher Diskriminierung im Alltag auseinander.

Oktober bis Dezember 2021



Die Trilogie der Dekonstruktion von Rassismus und Diskriminierung wird unterstützt von: Kanton Zürich Kultur, Stadt Zürich Kultur, Migros-Kulturprozent, Landis & Gyr, Gemeinnützige Gesellschaft des Kantos Zürich, Else v. Sick Stiftung, Spendenstiftung Bank Vontobel


EXTERN 

 

 


VERANSTALTUNGEN

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LITAFRIKA - POESIEN EINES KONTINENTS

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06. Juni  bis 04. Sept. 2022

Strauhof, Augustinergasse 9,

8001 Zürich



DIVERSUM COMMUNITY CIRCLE,

mehr

 

16. Juli 2022

15:00 - 02:00 Uhr

Feministisches Streikhaus Zürich,

Sihlquai 115

für rassismus betroffene Menschen!

15.-



LIVING LIBRARY ALS PERSPEKTIVE EINER VIELSTIMMIGEN SCHWEIZ, mehr

 

01. September 2022

17:30 - 19:30 Uhr

Bibliothek St. Johann JUKIBU,

Lothringerplatz 1, 4056 Basel

kostenlos



ZUGANG ZU BILDUNG VON GEFLÜCHTETEN UND MENSCHEN OHNE BLEIBERECHT,

mehr

 

08. September 2022,

13:00 -18:00 Uhr

Zentrum PROGR,

Waisenhauspl. 30, 3011 Bern



LAUF GEGEN RASSISMUS, mehr

 

 

08. September 2022,

ab 10:00 Uhr

Bäckeranlage, 8004 Zürich



AKTIONSTAGE ENOUGH, mehr

 

16. bis 18. September 2022

Park Platz,

Wasserwerkstrasse 101,

8037 Zürich



RASSISMUS ERKENNEN UND DIVERSITÄT FÖRDERN, mehr

 

22. September 2022,

9:00 - 17:00 Uhr

Quartierzentrum QuBa,

Rümelinsplatz 4, 4001 Basel

kostenlos, Anmeldung erforderlich


MAXIM Theater

Ernastrasse 20, 

8004 Zürich 

Tel.  +41 43 317 16 27

buero@maximtheater.ch

 

KONTOINFORMATIONEN

ZKB 8010 Zürich,

IBAN CH11 0070 0110 0009 3326 2

BIC/SWIFT: ZKBKCHZZ80A

Verein MAXIM Theater