TrIlogie Der dekonstruktion VOn Rassismus & Diskriminierung


Ab Oktober 2021 startet im MAXIM Theater das neue Programm zum Thema DEKONSTRUKTION VON RASSISMUS & DISKRIMINIERUNG.

Die Anerkennung, dass Reproduktion von Rassismus auch im Jetzt auf struktureller, institutioneller sowie auf individueller Ebene wirkmächtig ist und unsere Gesellschaft von postkolonialen Verhältnissen geprägt ist, nehmen wir als Ausgangspunkt für eine Arbeitsreise der Dekonstruktion von Rassismus und Diskriminierung in den eigenen Rängen.

Mit Dialogen, Fragen und künstlerischen Mitteln wollen wir nachhaltig zur Überwindung von Rassismus und Ausgrenzung von Minderheiten beitragen und einen Perspektivenwechsel initiieren.

Den Ausgangspunkt bilden selbstkritische Betrachtungen verbunden mit Recherchen, Workshops und Atelierklassen und inhaltliche und künstlerische Auseinandersetzungen auf der Suche nach neuen ästhetischen Ausdrucksformen.

Das künstlerische Herzstück bilden drei performative Produktionen unter der Leitung von Kapi Kapinga, Mbene Mwambene und Monika Truong. Die Proben beginnen ab Mitte Januar mit Spieler*innen aus dem MAXIM Ensemble und neuen Künstler*innen und Expert*innen. Sie alle werden in einem ko-kreativen Prozess die Produktionen entwickeln und zur Aufführung bringen. Premiere ist für Mai 2022 geplant.

 

Verschiedenste weitere Aktivtäten wie Diskussionen, Kreationen, Workshops und Performances zum Thema werden über das ganze Jahr stattfinden. Residenzen im Werkstatt-Labor schaffen Raum für Ermächtigung als ästhetische und grenzüberschreitende Praxis.


 

INTERN

 

 

RECHERCHE

In einem ersten Schritt wollen wir den Fokus auf das Innere des MAXIM legen. Mit dem Ansatz «NEW WORK IS INNER WORK» möchten wir innerhalb der Organisation einen selbstkritischen, radikal ehrlichen Prozess in Gang setzen. Ausgehend von Tupoka Ogettes Werk «exit racism» widmen wir uns unseren eigenen rassistischen Bildern und decken subtile Reproduktionen von Rassismus und Diskriminierungen und deren Wirkungsmechanismen innerhalb des Institution auf. Mithilfe von Workshops (vorausslichtlich von Aretha Schwarzbach-Apithy und Natasha A. Kelly) zu Critical Whiteness, Empowerment, Allyship und strukturellem Rassismus rücken wir unserem Selbstverständnis und unseren unbewussten Ideen zum Thema «race» näher und: Dekonstruieren.

Im Rahmen einer öffentlicher Diskussionsreihe werden unterschiedliche Organisationen eingeladen, welche sich mit Rassismus und Diskriminierung in der Schweiz auseinandersetzen. Der darauffolgende Austausch soll den Teilnehmenden Raum bieten, Perspektiven und Erfahrungen auszutauschen, neue Erkenntnisse zu sammeln und einander Fragen zu stellen.


ATELIER II – TANZ & BEWEGUNG

 

Leitung: Bheki Ndlovu (Tänzer und Choreograf)

20. Oktober - 16. Dezember 2021, Jeden Donnerstag um 18.30 im MAXIM Theater, Limmatstrasse 47

 

Unsere Körperbewegungen sind eine Sprache, die unterschiedliche Erfahrungen von Diskriminierungen und Privilegien widerspiegelt. Welche Reaktionen und Aktionen werden in unseren Körpern dadurch hervorgerufen? wann genau? mit welcher Intensität? in welchem Kontext?

Über Tanz & Bewegung und über Improvisationen werden diese Fragen und Antworten, Aktionen und Reaktionen spielerisch erprobt mit dem Fokus auf einen Austausch und dem Ziel einer tänzerisch theatralen Komposition für eine (gemeinsame) Geschichte.

Die ATELIERKLASSE ist zugleich auch Vorbereitung der Theaterproduktionen TRILOGIE DER DEKONSTRUKTION VON RASSISMUS & DISKRIMINIERUNG (ab Januar 2022).

 

Das ATELIER TANZ & BEWEGUNG ist für alle offen, die sich gerne bewegen, tanzen und etwas radikal Neues erfahren möchten! Die Teilnahme ist kostenlos. Bitte meldet euch an unter buero@maximtheater.ch oder kommt am ersten Tag einfach ins MAXIM Theater. Wir nehmen die Schutzmassnahmen ernst und möchten, dass sich alle wohl fühlen im ATELIER. Deshalb wird der Kurs als feste Gruppe geführt und es besteht Maskenpflicht und Abstandsregeln.

 


THEATRALISCHE TRILOGIE

Der künstlerische Prozess entsteht parallel zu den Recherchen. Dabei werden wir sowohl inhaltlich wie künstlerisch auf eine breit angelegte Materialsammlung – bestehend aus Texten, Dokumentationen und gestalterischen Elementen wie Videos, Fotos, performativen oder musikalischen Elementen – zurückgreifen können. In diesem Prozess wird ein kreativer Kunst-Raum entstehen, der auch Zusammenhänge zwischen künstlerischer Ästhetik und strukturellem Rassismus aufdeckt und Konventionen hinterfragt und nachgefragt, wo verschiedene performative Strategien und Versuchs-anordnungen ausprobiert und/oder neu erfunden werden können.

Daraus werden schliesslich drei kurze Performances entstehen, welche jeweils im engen Austausch zwischen den drei Regisseur*innen Kapi Kapinga, Mbene Mwambene und Monika Truong und den beteiligten Künstler*innen und Alltags-Expert*innen entwickelt werden.


RESIDENZ

Im Rahmen unseres Jahresthema DEKONSTRUKTION VON RASSISMUS & DISKRIMINIERUNG bieten wir tagsüber in dem Zeitraum Oktober bis und mit Dezember 2021 in unserem Proberaum eine Residenz an. Damit stellen wir eine Plattform für self-empowerment und Raum für ästhetische und grenzüberschreitende Praxen zur Verfügung.

Yevheniya Kravets setzt sich im Stück I DON'T SEE - I DON'T CARE mit rassistischen und queerfeindlichen Diskriminationen im Alltag auseinander.

 


Die Trilogie der Dekonstruktion von Rassismus und Diskriminierung wird unterstüzt von:

Kanton Zürich Abteilung Kultur

Migros-Kulturprozent des Migros-Genossenschafts-Bundes

Stadt Zürich Kultur

 

EXTERN

 

 

LINKS ZUM THEMA RASSISMUS & DISKRIMINIERUNG

Reden wir! 20 Stimmen zu Rassismus in der Schweiz

Podcast

ab 12. November online


Ausstellung: Kein Kinderspiel

15. November - 17. Dezember, Mo - Fr: 09:00 - 18:00

Paulus Akademie, Pfingstweidstrasse 28, 8005 Zürich


Ausstellung: «Warrior Women statt Pocahontas» (innen) / «Red Dress» (aussen)

27. November - 10. Dezember

Citykirche Offener St. Jakob, Stauffacherstrasse 34, 8004 Zürich


Verein Diversum: Online Meet-up für rassismus betroffene Menschen

1. Dezember 20:00

online, zoom

Anmeldung für Link: kontakt@verein-diversum.ch


SOS Mediterranée – ein Benefizabend

2. Dezember 20:00

Schauspielhaus Zürich Pfauen, Rämistrasse 34, 8001 Zürich

20 - 30.-


Human Rights Film Festival Zürich

2. - 7. Dezember

Kino Kosmos, Lagerstrasse 104, 8004 Zürichkostenlos für Menschen mit N- oder F-Aufenthaltsstatus!


Stadtrundgang Zürich Kolonial

4. Dezember, 14:00 - 16:00

startet am Bahnhof Wiedikon, endet am Lavaterhus

15.-


Stadtrundgang Zürich Kolonial

10. Dezember, 17:30 - 19:30

startet am Bahnhof Wiedikon, endet am Lavaterhus

15.-


(Baden) Integrationskurs: «Familienkommunikation in der Schweiz» und Kindererziehung für die Zukunft» (Auf Tigrinya!)

11. & 18. Dezember, 13:00 - 18:00

Pro Senectute Aargau, Beratungsstelle Bezirk Baden, Bahnhofstrasse 40, 5400 Baden

Teilnahme und Kinderbetreuung kostenlos!

 


Brunch bei Colors sans Frontières

12. Dezember, ab 11:00

Quartiertreff Enge, Gablerstrasse 20, 8002 Zürich

findet nur bei schönem Wetter statt!


Stadtrundgang Zürich Kolonial

12. Dezember, 14:00 - 16:00

startet am Bahnhof Wiedikon, endet am Lavaterhus

15.-



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